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Kapellenstraße nach 1950_web
Das Foto  zeigt das Areal um 1954/55 am Kapellenbuckel vor der Umgestaltung



Kapellenstraßen-Areal schon einmal umgestaltet

Jetzt fällt auch das Gebäude der ehemaligen „Rastatter Herdfabrik“ von Weltruf dem Abrissbagger zum Opfer. Damit nimmt nach dem Verschwinden des Verwaltungsgebäudes des Hofbrauhauses Hatz die Basis für das neue Areal am Kapellenbuckel Gestalt an. Schon einmal wurde der Bereich zwischen Einsiedelner Kapelle und Bahnhofstraße extrem umgestaltet.
Dieses war 1954/55, als sich die Stadt an der Murg zum „Türkenlouis-Gedenkjahr“ besonders herausputze. Im Juli 1955 wurde die Pagodenburganlage mit ihrer Blumenpracht, Rasenflächen und Majolikaskulptu-ren eingeweiht. Wie es zuvor im Eingangs-bereich mit dem Parkplatz an der Kapellenstraße aussah, das dokumentiert eine äußerst seltene Aufnahme aus einer privaten Quelle.
Darauf ist das Walzhaus eben 1954 fertig gestellt und noch unverputzt zu erkennen. Während links das ursprüngliche Verwal-tungsgebäude des Hofbrauhauses zu sehen ist, findet sich auf der anderen Seite der rechte Teil der Rastatter Herdfabrik. Der Linke war im Zweiten Weltkrieg Bombentreffern zum Opfer gefallen. Interessant im heutigen Parkplatzbereich vor dem Café Pagodenburg, die grüne Wiese mit zwei Häuschen. Erkennbar ist auch, dass diese unverputzt, provisorisch hochgemauert worden waren. Außerdem fehlen schon die Stromzuführungen auf dem Dach, ein Hinweis auf das spätere Abräumen. Die Pagodenburganlage selbst wurde zu einem Schmuckstück mit Spielplatz und einem Bärenzwinger. Illuminationen waren zudem ein besonderer Anziehungspunkt in den Sommermonaten.
Rainer Wollenschneider


Text und Foto: Wollenschneider
22:55 29.03.2011
Abriss_vollendet

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Der Abriss ist vollendet.
Links ist ist wieder der Giebel vom Walzhaus zu erkennen.

Foto R.Schulz

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